Über Jukke

Mein Weg zum Karpfenangler

Mein Name ist Julian Jurkewitz und ich bin am 12.04.1988 in Bielefeld geboren. Im Alter von 8 Jahren fand ich bei meinem Opa im Keller eine sehr alte Rute, mit wunderschönem Korkgriff und einer Rolle, mit der man mich schon bald am ganzen See knattern hörte. Ich fing an meine ersten Erfahrungen an Forellenseen zu sammeln. Doch schon nach kurzer Zeit wurde diese Angelei sehr langweilig und die Kapazitäten der Gefriertruhe neigten sich dem Ende. Ich suchte neue Herausforderungen und fand mein Abenteuer an einen heimischen Fluss. So zog ich des Öfteren mit meinem Fahrrad und einem Anhänger los um die geraume Vielfalt dieses kleinen, aber feinen Flusses zu erkunden. Ich fing alles über Barsche, Rotaugen, Brassen, Rotfedern, Döbel und vieles mehr. Der Karpfen spielte zu dieser Zeit noch keine Rolle.

Startschuss: legales Angeln mit 11 und die ersten Karpfen

Mit 11 Jahren war es endlich soweit und ich durfte legal die Fischerei ausüben und trat in den ersten Fischereiverein ein. Jetzt befischte ich einen alten Torfstich nur wenige Minuten von zu Hause weg. Und so fing ich ziemlich schnell meinen ersten Karpfen mit etwas Dosenmais. Doch hielt ich mich vorerst noch etwas unter den Stippern auf und verbrachte diverse Raubfischnächte am Wasser. Noch heute habe ich das Gebiss meines ersten Hechtes auf meinem Nachttisch. Über die Zeit fing ich mehr und mehr Karpfen und kaufte mir die ersten Boilietüten der Marke Top Secret. Und durch den Boilie häuften sich die Fänge immer weiter. Der Karpfen faszinierte mich mehr und mehr. Die Jagd nach immer größeren und schöneren Exemplare zog mich in ihren Bann. In Sachen Karpfen machte mir in unserem Verein niemand mehr etwas vor. So fing ich schnell den größten Fisch des Sees!

„Wir waren wilde Jungs und hatten nichts zu verlieren!“

Mit der Zeit lernte ich Felix Kaczmarek kennen, der heute das Onlinemagazin „Twelve feet“ betreibt. Wir beide vertieften uns so richtig in die Angelei auf Karpfen. Die Sucht hatte uns voll gepackt, wir waren infiziert und schliefen in den kommenden Jahren wohl möglich mehr am Wasser als in den heimischen Betten. Irgendwann lernten wir Sebastian Rozwadowski kennen, der damals seine Firma Black Label Baits nur ein paar Kilometer entfernt gründete. Wir fischten seine Boilies, Mixe, Popups und das restliche Zeug. Wir sahen zu wie die Firma wuchs und halfen viel bei der Produktion bishin zur Warenauslieferung. So sah unsere komplette Ferienzeit aus: Tagsüber arbeiten, Abends/Nachts Angeln. Wir taten nichts anderes mehr! An diese sehr intensive Zeit erinnere ich mich sehr gerne zurück, wir hatten einen heiden Spaß, zogen mit Sebastian umher, fingen Fische und lernten viel dazu. Irgendwann trennten sich unsere Wege und ich zog mich etwas aus der Karpfenwelt zurück, feierte wieder viel mit meinen Freunden, die ich eine Zeit lang sehr vernachlässigte und andere Dinge wurden wichtiger für mich. Doch das änderte sich wieder rasant, denn ich erkannte schnell, dass etwas sehr wichtiges in meinem Leben fehlte. Zu groß war die Sehnsucht nach Abenteuern am Wasser…

Mein Lifestyle Karpfenangeln

Im Jahre 2008 rief ich die Internetseite www.carpscent.de ins Leben und startete damit einen Liveticker den es in dieser Form wohl vorher nie gegeben hat.

Mittlerweile ist die Karpfenjagd für mich kein Hobby mehr, vielmehr mein Leben – mein Lifestyle. Im Oktober 2010 konnte ich es sogar zu meinem Beruf machen. Seitdem arbeite ich für die deutsche Qualitätsfirma Imperial Fishing.

Ich bin kein Mensch der sich gerne auf Familienfeiern aufhält oder Urlaub am Meer macht. Bei mir dreht sich einfach jeder Tag ums Angeln. So bin ich auch weit über 100 Nächte im Jahr am Wasser. Dort fühle ich mich wohl, dort lebe ich am liebsten und dort gehöre ich hin und kann das Leben genießen. Außenstehenden Menschen fällt es immer sehr schwer diese Lebensart zu begreifen. Ich kann mich an dieser Stelle nur bei allen bedanken die mich so akzeptieren, wie ich bin. Insbesondere bei meiner Frau, meiner Tochter und meinen nicht angelnden Freunden die mich nun schon über etliche Jahre bei meiner Passion begleiten.

DANKE! Ihr seid die besten!

DICKE DINGER!
Julian Jurkewitz (Jukke)